SRG-Initiative

Vorlage vom Typ Initiative · Abstimmungsdatum 2026-03-08 · Studiengruppe B

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SRG-Initiative – Neutrale Zusammenfassung für Stimmbürgerinnen und Stimmbürger

Worum geht es?

Die Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)» will die Radio- und TV-Abgabe für Privathaushalte auf 200 Franken pro Jahr begrenzen und Unternehmen ganz von der Abgabe befreien. Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative ab und haben ein Gegenprojekt beschlossen, das die Abgabe für Haushalte bis 2029 auf 300 Franken senkt und viele Unternehmen ab 2027 von der Abgabe ausnimmt. Die Entscheidung betrifft vor allem die Finanzierung und den Leistungsauftrag der SRG; lokale Privatradios und Regionalfernsehen sind von der Initiative nicht betroffen.

Heutige Regelung und Gegenprojekt des Bundesrats

  • Heute zahlen Privathaushalte 335 Franken pro Jahr.
  • Mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen sind ab 500’000 Franken Jahresumsatz abgabepflichtig; die Höhe richtet sich nach dem Umsatz.
  • Gegenprojekt: Abgabe für Haushalte schrittweise auf 300 Franken bis 2029; Erhöhung der Umsatzschwelle für Unternehmen ab 2027 auf 1,2 Mio. Franken (künftig zahlen rund 20% der mehrwertsteuerpflichtigen Firmen).
  • Rund 80% der SRG-Einnahmen stammen aus der Abgabe; die SRG hat einen Service-public-Auftrag in allen Sprachregionen (Information, Kultur, Bildung, Unterhaltung, Sport; mindestens 50% der Abgabeerlöse in Information).
  • Der Auftrag soll laut Gegenprojekt stärker auf Information, Kultur und Bildung fokussieren; Unterhaltung/Sport vor allem dort, wo Private Lücken lassen; online stärker Bild- und Toninhalte.

Was verlangt die Initiative?

  • Deckelung der Haushaltsabgabe auf 200 Franken pro Jahr.
  • Vollständige Befreiung sämtlicher Unternehmen von der Abgabe.
  • Ausrichtung der SRG auf ein «unerlässliches Grundangebot» für die Allgemeinheit.
  • Die Initiative betrifft ausschliesslich die SRG; private Lokalradios und Regionalfernsehen sollen weiterhin Mittel erhalten.

Argumente der Befürworter (Initiativkomitee)

  • Gebührenentlastung: Haushalte und KMU würden finanziell spürbar entlastet; die heutige Gebühr sei weltweit sehr hoch.
  • Fokus auf Kernauftrag: Die SRG solle sich auf den Service public beschränken und private Medien nicht mit gebührenfinanzierten Online-Angeboten konkurrenzieren.
  • Keine Doppelbelastung: Unternehmen zahlten heute zusätzlich zur privaten Haushaltsabgabe; das sei ungerecht.
  • Fairness: Junge und Alleinstehende würden heute überproportional belastet; eine Senkung erhöhe die Gerechtigkeit.
  • Leistungsfähigkeit: Auch mit tieferen Abgaben könne die SRG gemäss Komitee weiterhin qualitativ informieren und alle Sprachregionen versorgen.

Argumente von Bundesrat und Parlament

  • Initiative geht zu weit: Sie entziehe der SRG zu viele Mittel; das Angebot müsste stark reduziert werden.
  • Bereits beschlossene Entlastung: Das Gegenprojekt senkt die Haushaltsabgabe auf 300 Franken und entlastet viele Unternehmen; die SRG spart bereits.
  • Medienvielfalt sichern: Mit dem Gegenprojekt könne die SRG in allen Sprachregionen präsent bleiben und Private erhielten mehr Spielraum (insb. bei Unterhaltung/Sport).
  • Risiken für Qualität/Vielfalt: Ein starker Abbau gefährde die Vielfalt, Qualität und regionale Berichterstattung.
  • Standorte und Arbeitsplätze: Gefahr von Zentralisierung zulasten kleinerer Sprachregionen und Verlust vieler Arbeitsplätze.
  • Werbemarkt und Kosten: Weniger attraktives Angebot könnte Publikum und Werbeeinnahmen kosten; Werbegelder könnten ins Ausland abfliessen; für gewisse Inhalte (z. B. Sport, Serien) könnten zusätzliche Bezahlangebote nötig werden.

Mögliche Auswirkungen bei Annahme der Initiative (gemäss offiziellen Analysen)

  • Finanzen: Ab 2029 ca. 630 Mio. Franken Abgabeerlöse für die SRG (etwa halb so viel wie heute; Prognose BAKOM).
  • Angebot: Deutliche Reduktionen und Streichungen bei Programmen; wohl weniger regionale Berichterstattung; Unterhaltung und Sport stark eingeschränkt.
  • Kultur: Geringere Förderung der Schweizer Film- und Musikbranche; weniger Sichtbarkeit für Kultur- und Musikvereine.
  • Wirtschaft/Arbeitsplätze: Schätzung ca. 3000 direkte und 3000 indirekte Stellenverluste (BAK Economics, 2024).
  • Struktur: Mögliche Zentralisierung der Produktion zulasten kleinerer Sprachregionen.

Nutzung und Bewertung der SRG (Hinweise aus Studien)

  • Mehrere Millionen Personen nutzen täglich SRG-Angebote; laut Befragungen ist das Publikum mehrheitlich zufrieden.

Politische Positionen und Parlamentsresultate

  • Bundesrat und Parlament empfehlen die Ablehnung (Nein).
  • Nationalrat: 115 Nein, 76 Ja, 5 Enthaltungen.
  • Ständerat: 37 Nein, 7 Ja, 1 Enthaltung.
  • Initiativkomitee empfiehlt die Annahme (Ja).

Was entscheiden Sie an der Urne?

Ja zur Initiative: Haushaltsabgabe 200 Franken; Unternehmen zahlen keine Abgabe; SRG soll auf ein unerlässliches Grundangebot fokussieren; voraussichtlich deutlich weniger Mittel und ein kleineres Angebot der SRG.

Nein zur Initiative: Die beschlossene Senkung auf 300 Franken bis 2029 und die höhere Firmenschwelle ab 2027 treten in Kraft; der Leistungsauftrag der SRG wird im Sinne des Gegenprojekts angepasst.

Weiterführende Informationen und Quellen

  • Offizielle Informationen des Bundes: https://www.admin.ch/srg-initiative
  • Initiativkomitee: https://srg-initiative.ch/
  • Bundesratsbotschaft (Fedlex): https://www.fedlex.admin.ch
  • BAK Economics Studie 2024: https://www.bakom.admin.ch
  • Nutzungsdaten Mediapulse: https://www.mediapulse.ch
  • Initiativtext (PDF): https://app-static.voteinfo-app.ch/v5/6830/277201_396f5d37-871c-433c-85da-82f423699c0c.pdf
  • Erklärungsvideos: https://www.youtube.com/watch?v=HSw00JV9bEU und https://www.youtube.com/watch?v=C1yyVm2jiyg

Inhalt

Ausgangslage

Privathaushalte bezahlen heute eine Radio- und Fernsehabgabe von 335 Franken pro Jahr. Auch mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen bezahlen eine Abgabe, wenn sie einen Umsatz von 500 000 Franken oder mehr erwirtschaften; die Höhe der Abgabe richtet sich nach dem Umsatz. Mit der Abgabe wird hauptsächlich der Service-public-Auftrag der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) finanziert. Aufgrund der Initiative « 200 Franken sind genug! (SRG-Initiative) » hat der Bundesrat Handlungsbedarf festgestellt und ein Gegenprojekt erarbeitet. Er hat beschlossen, die Abgabe für Privathaushalte bis 2029 schrittweise auf 300 Franken zu senken. Auch die Unternehmen werden entlastet: Ab 2027 bezahlen nur noch rund 20 Prozent der mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen eine Abgabe. Somit muss die SRG sparen und ein reduziertes, aber trotzdem gutes Angebot bereitstellen. Dies soll privaten Medien mehr Spielraum geben.

Die Initiative

Die Initiative will die Mittel der SRG stärker kürzen als der Bundesrat. Die SRG soll sich auf einen « unerlässlichen Dienst für die Allgemeinheit » beschränken. Die Initiative verlangt, die Abgabe für Privathaushalte auf 200 Franken pro Jahr zu begrenzen. Zudem will sie sämtliche Unternehmen von der Abgabepflicht befreien. Die Initiative betrifft ausschliesslich die SRG. Nicht von der Initiative betroffen sind Lokalradios und Regionalfernsehen, die Gelder aus der Radio- und Fernsehabgabe erhalten.

Abstimmungsfrage

Wollen Sie die Volksinitiative « 200 Franken sind genug! (SRG-Initiative) » annehmen?

Empfehlung von Bundesrat und Parlament

Nein 


Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative ab. Sie geht ihres Erachtens zu weit. Der Bundesrat hat ein Gegenprojekt beschlossen, das Haushalte und Unternehmen auch entlastet. Im Gegensatz zur Initiative ist es massvoll, sodass die SRG den Service public weiterhin in allen Sprachregionen sichern kann.
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admin.ch/srg-initiative

Empfehlung des Initiativkomitees

Ja 


Laut dem Komitee bezahlen die Bevölkerung und viele Unternehmen in der Schweiz die weltweit höchsten Gebühren. Diese Höhe sei nicht gerechtfertigt. Mit der Initiative würden Haushalte und KMU entlastet und es bliebe allen mehr Geld zum Leben. Auch müsse sich die SRG wieder auf ihren Kernauftrag konzentrieren.
.

srg-initiative.ch
Abstimmung im Nationalrat
  • Nein: 115
  • Ja: 76
  • Enthaltungen: 5

Illustration zur Abstimmung im Nationalrat

Abstimmung im Ständerat
  • Nein: 37
  • Ja: 7
  • Enthaltung: 1

Illustration zur Abstimmung im Ständerat

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Inhalt

Ausgangslage Abgabesystem

Eine Abgabe für Radio und Fernsehen bezahlen müssen die Privathaushalte und diejenigen mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen, die einen Umsatz von 500 000 Franken oder mehr erwirtschaften. Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) und bestimmte Lokalradios und Regionalfernsehen erhalten die Gelder aus der Abgabe zur Erfüllung ihres Leistungsauftrags. Der Bundesrat legt die Höhe dieser Abgabe fest, überprüft sie regelmässig und passt sie bei geändertem Bedarf an. Aufgrund der Initiative « 200 Franken sind genug! (SRG-Initiative) » hat der Bundesrat Handlungsbedarf festgestellt und im Rahmen eines Gegenprojektes Entlastungen für die Privathaushalte und für Unternehmen beschlossen.

Entlastung der Haushalte

Für Privathaushalte beträgt die Abgabe derzeit 335 Franken pro Jahr. Der Bundesrat wird sie bis 2029 schrittweise auf 300 Franken senken.

Entlastung von Unternehmen

Die Höhe der Abgabe für mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen hängt von deren Umsatz ab. Der Bundesrat erhöht ab Anfang 2027 die Umsatzschwelle, ab der Unternehmen die Abgabe bezahlen müssen, von 500 000 Franken auf 1,2 Millionen Franken. Damit bezahlt künftig nur noch rund jedes fünfte mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen eine Abgabe anstatt jedes dritten.[1] Nicht mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen haben bisher keine Abgabe bezahlt, sie werden auch in Zukunft keine bezahlen müssen.

Auftrag der SRG

Der grösste Teil der Abgabe geht an die SRG; bei ihr entspricht das rund 80 Prozent ihrer Einnahmen. Die SRG ist gesetzlich und gemäss Konzession dazu verpflichtet, für alle Sprachregionen gleichwertige Radio- und Fernsehprogramme sowie entsprechende Online-Inhalte anzubieten. Dies gilt für Sendungen und Angebote in den Bereichen Information, Kultur, Bildung, Unterhaltung und Sport. Der Bundesrat schreibt der SRG vor, mindestens 50 Prozent ihrer Einnahmen aus der Abgabe in den Bereich Information zu investieren. Weiter muss die SRG mit ihren Angeboten das Verständnis, den Zusammenhalt und den Austausch unter den Landesteilen, Sprachgemeinschaften, Kulturen, Religionen und gesellschaftlichen Gruppierungen fördern. Auch muss sie die Eigenheiten des Landes und die Bedürfnisse der Kantone berücksichtigen.

Wer zur SRG gehört

Die SRG setzt sich aus verschiedenen Unternehmenseinheiten zusammen. Dazu gehören Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) in der Deutschschweiz, Radio Télévision Suisse (RTS) in der französischsprachigen Schweiz, Radiotelevisione svizzera (RSI) in der italienischsprachigen Schweiz sowie Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) in der rätoromanischsprachigen Schweiz.

Nutzung und Bewertung

Jeden Tag nutzen mehrere Millionen Personen die SRG-Radio- und Fernsehangebote. [2] Das Publikum ist mit den Programmen und Angeboten mehrheitlich zufrieden. [3].

Forderungen der Initiative Weniger Geld für die SRG

Durch weniger Mittel aus der Abgabe will die Initiative die SRG verkleinern und ihr Angebot auf ein für die « Allgemeinheit unerlässliches Grundangebot » beschränken. Sie verlangt, die Abgabe für Privathaushalte auf 200 Franken pro Jahr zu begrenzen. Unternehmen sollen keine Abgabe mehr entrichten müssen. Mit der Verkleinerung der SRG und dem Abbau der publizistischen Leistungen will die Initiative die unternehmerische Freiheit der privaten Anbieter stärken.

Private Medien nicht betroffen

Die Initiative betrifft ausschliesslich die SRG. Die privaten Lokalradios und Regionalfernsehen, denen ebenfalls ein Anteil aus der Radio- und Fernsehabgabe zusteht, sollen auch künftig Mittel im bisherigen Umfang erhalten. Auch andere Unternehmen, die einen gesetzlichen Anspruch auf einen Anteil aus der Abgabe haben, sind von der Initiative nicht betroffen.

Gegenprojekt des Bundesrates

Bundesrat und Parlament geht die SRG-Initiative zu weit. Doch ortet auch der Bundesrat bei der SRG Handlungsbedarf: Im Gegenprojekt sieht er nebst der Entlastung von Privathaushalten und Unternehmen auch vor, den Auftrag an die SRG anzupassen. Die SRG soll sich künftig in erster Linie auf die Bereiche Information, Kultur und Bildung ausrichten. Bei Unterhaltung und Sport soll sie aus Rücksicht auf die privaten Schweizer Medien vor allem das anbieten, was diese nicht abdecken. Im Online-Bereich soll sich die SRG stärker auf Bildund Ton-Inhalte konzentrieren.

SRG im Umbau

Immer weniger Menschen nutzen herkömmliches Fernsehen und Radio. Die SRG passt darum ihr Angebot an, um die Bevölkerung auch im Internet und auf sozialen Medien zu erreichen. Sie ist bereits jetzt daran, den Sparauftrag, den ihr der Bundesrat erteilt hat, umzusetzen. Laut eigenen Angaben wird sich ihr Budget bis 2029 um 17 Prozent reduzieren. [4].

Folgen der Initiative Halbierung der Abgaben für die SRG

Bei Annahme der Initiative müsste die SRG ihre Programme deutlich reduzieren und Sendungen streichen. Insbesondere würde es weniger Berichterstattung aus den Regionen geben und bestehende Standorte würden wegfallen. Auch könnten Unterhaltungssendungen und Sportprogramme wohl kaum mehr durch die SRG bereitgestellt werden. Ab dem Jahr 2029 würde die SRG noch zirka 630 Millionen Franken aus der Abgabe erhalten – das wäre etwa halb so viel wie bisher. Dies ergeben Prognosen des Bundesamts für Kommunikation (BAKOM).5.

Schweizer Kultur würde geschwächt

Auswirkungen hätte die Initiative auch auf die Schweizer Kultur, die heute durch die SRG gefördert wird. So bekämen beispielsweise die Film- und die Musikbranche weniger Unterstützung. Musik- und Kulturvereine hätten weniger Möglichkeiten, in den Sendungen der SRG vorzukommen.

Werbemittel fliessen ins Ausland ab

Wenn die SRG weniger Mittel erhielte und dadurch das Fernsehsehangebot weniger attraktiv würde, dann könnte sie Zuschauerinnen und Zuschauer verlieren. Mit dem Rückgang der Nutzung der SRG-Programme würden auch die Werbeeinnahmen zurückgehen. Werbegeld könnte ins Ausland zu den grossen Techfirmen abfliessen – so etwa zu Alphabet (Google und YouTube) und Meta (Facebook, Instagram und WhatsApp).

Folgen für die Demokratie

Damit die direkte Demokratie funktioniert, braucht es gut informierte Bürgerinnen und Bürger. Die SRG hat einen Informationsauftrag und leistet einen wichtigen Beitrag für die demokratische Meinungs- und Willensbildung. Bei Annahme der Initiative könnte die SRG diese Leistung nicht mehr wie heute erbringen.

Volkswirtschaftliche Folgen

Würde die Abgabe im von der Initiative geforderten Sinne gesenkt, müssten laut einer Studie von BAK Economics bei der SRG schätzungsweise 3000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Weitere 3000 gingen indirekt in anderen Unternehmen verloren (Autoren, Darstellerinnen, Produktionsfirmen der audiovisuellen Industrie, Bauwirtschaft, Gastgewerbe etc.).6 Bei Annahme der Initiative könnte die SRG das heutige föderale System mit sieben Hauptproduktionsstandorten und 17 Regionalbüros nicht mehr finanzieren. [7] Die Studie geht davon aus, dass die SRG die Produktion auf Kosten der kleineren Sprachregionen an einem einzigen Standort zentralisieren müsste.

[1] Angaben der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), Daten Stand 2023 


[2] Mediapulse Jahresdaten 2024 (Mediapulse erhebt Daten zur Nutzung von Radio- und TV-Programmen sowie von Online-Angeboten in der Schweiz; mediapulse.ch > Daten > Jahresdaten). 

[3] Publikumsbefragung elektronische Medien, Erhebung im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation (BAKOM) ( bakom.admin.ch > Medien > Studien > Aufsichtsforschung). Auch das Jahrbuch zur Qualität der Medien der Universität Zürich hält in seinen Berichten fest, dass sich die Angebote der SRG durch eine hohe Qualität auszeichnen und das Vertrauen in sie hoch ist. 

[4] «Die SRG stellt sich neu auf und rückt näher zusammen », Medienmitteilung der SRG vom 30. Juni 2025 ( srgssr.ch > news-medien) 

[5] Botschaft des Bundesrates vom 19. Juni 2024 zur Volksinitiative « 200 Franken sind genug! (SRG‑Initiative) »; BBl 2024 1720 Ziff. 4.2.1 ( fedlex.admin.ch > Bundesblatt > Ausgaben des Bundesblattes > 2024 > Juli > 138) 

[6] BAK Economics (2024): Die volkswirtschaftliche Bedeutung der SRG. Eine makroökonomische Wirkungsanalyse im Auftrag des BAKOM ( bakom.admin.ch > Medien > Studien) 

[7] Die Hauptproduktionsstandorte sind in Genf, Lausanne, Bern, Basel, Zürich, Chur und Lugano. Regionalbüros gibt es in Solothurn, Aarau, Brig, Luzern, Schaffhausen, St. Gallen, Moutier, Biel, Freiburg, Delsberg, Neuenburg, Sitten, Disentis-Mustér, Ilanz, Savognin, Samedan und Scuol.
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Inhalt

Argumente Initiativkomitee

Steigende Mieten, höhere Krankenkassenprämien, höhere Stromkosten: Steigende Lebenskosten belasten uns alle. Gleichzeitig müssen die Bevölkerung und viele Unternehmen in der Schweiz die weltweit höchsten (!) Radio- und TV-Gebühren zahlen. Mit der Initiative « 200 Franken sind genug! » werden die TV- und Radio-Gebühren von 335 Franken pro Haushalt und Jahr auf 200 Franken reduziert und unsere KMU entlastet. Mit Ihrem Ja bleibt allen Jahr für Jahr mehr Geld zum Leben..

Weltweit höchste Gebühren

Alle Haushalte in der Schweiz zahlen jährlich 335 Franken SRG-Gebühr – egal ob sie SRG-Angebote nutzen oder nicht. Das ist die höchste Gebühr für öffentliches Radio und Fernsehen weltweit.

Auf Service public beschränken

Die SRG hat durch steigende Gebühreneinnahmen ihre Tätigkeiten weit über den Service public ihrer Konzession ausgedehnt. Sie operiert ausserhalb ihres Auftrags mit zahlreichen Online-Portalen sowie Social-Media-Plattformen und konkurrenziert so mit Gebührengeldern die privaten Medien. Mit der Initiative muss sich die SRG wieder auf den Kernauftrag des Service public konzentrieren.

Doppelbelastung beseitigen

Firmen können im Gegensatz zu Menschen weder Radio hören noch Fernsehen schauen. Wenn Unternehmen und Gewerbebetriebe auch eine SRG-Abgabe zahlen müssen, führt das zu einer ungerechten Doppelbelastung. Damit kassiert die SRG heute einen dreistelligen Millionenbetrag. Das ist nicht fair – und es muss sich ändern. Denn alle Angestellten und alle Arbeitgeber haben bereits über ihren privaten Haushalt Serafe-Abgaben bezahlt.

Unfaire Belastung für Junge mildern

Vor allem Junge nutzen heute Streaming-Anbieter und andere Medienkanäle anstelle von SRG-Angeboten. Die SRGAngebote müssen sie dennoch bezahlen. Das ist unfair. Gerade Junge haben oft auch weniger Einkommen, vor allem während der Aus- und Weiterbildung.

Diskriminierung Alleinstehender verringern

Die SRG-Gebühr gilt heute pro Haushalt. Alleinstehende zahlen damit mehr an die SRG als andere. Die Initiative verringert diese Benachteiligung und sorgt für mehr Gerechtigkeit.

Sprachregionen und Sportsendungen

Der angedrohte Kahlschlag bei Sportsendungen oder Regionalsendungen ist reine Angstmacherei. Auch nach Annahme der Initiative verfügt die SRG über mindestens 850 Millionen (!) Franken. Damit ist die SRG weiterhin in der Lage, die gesamte Schweizer Bevölkerung mit einem hochqualitativen Radio- und TV-Informationsprogramm in allen Sprachregionen zu versorgen.

Empfehlung des Initiativkomitees

Darum empfiehlt das Initiativkomitee: 


Ja
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srg-initiative.ch

Der Text in diesem Kapitel stammt vom Initiativkomitee. Es ist für den Inhalt und die Wortwahl verantwortlich.

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Inhalt

Argumente Bundesrat und Parlament

Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative ab. Sie geht ihnen zu weit und hätte tiefe Einschnitte in das Angebot von Radio und Fernsehen zur Folge. Auch der Bundesrat sieht Handlungsbedarf bei der SRG und hat deshalb ein Gegenprojekt beschlossen, das Haushalte und Unternehmen entlastet. Das Gegenprojekt ist ausgewogen: Im Gegensatz zur Initiative kann die SRG in der ganzen Schweiz mit mehreren Standorten präsent bleiben. Sie kann weiterhin in allen Sprachregionen gleichwertige Radio- und Fernsehprogramme und Online- Inhalte anbieten. Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative insbesondere aus folgenden Gründen ab:.

Entlastungen bereits beschlossen

Der Bundesrat hat bereits beschlossen, Haushalte und Unternehmen zu entlasten. Ab 2029 beträgt die Abgabe für Haushalte nur noch 300 Franken. Diese Abgabensenkung ist massvoll. Zudem müssen ab 2027 noch weniger Unternehmen als heute eine Abgabe bezahlen.

SRG muss bereits sparen

Der Bundesrat hat der SRG einen Sparauftrag erteilt. Diesen setzt das Unternehmen bereits um. Die SRG richtet ihr Angebot verstärkt an der sich wandelnden Mediennutzung aus.

Private Medien erhalten mehr Spielraum

Aus Rücksicht auf die privaten Medien will der Bundesrat den Leistungsauftrag der SRG präzisieren. Bei Unterhaltung und Sport soll sich die SRG beispielsweise auf diejenigen Bereiche fokussieren, die von privaten Anbietern nicht abgedeckt werden.

Initiative geht zu weit

Die Initiative geht zu weit: Sie entzieht der SRG zu viele finanzielle Mittel. Bei Annahme der Initiative müsste die SRG das Unternehmen zurückbauen. Das Publikum müsste auf viele Radio- und Fernsehangebote verzichten.

Vielfalt und Qualität gefährdet

Die Schweiz ist eine Gemeinschaft von vier Sprachregionen und Kulturen. Mit der Initiative könnte die SRG nicht mehr in allen Sprachregionen vielfältige und qualitativ gute Inhalte anbieten.

Regionen respektieren

Das Unternehmen SRG ist in allen Regionen der Schweiz verankert. Mit der Initiative müsste es die Produktion voraussichtlich auf Kosten der kleineren Regionen an einem Standort zentralisieren. Mehrere Tausend Arbeitsplätze gingen verloren.

Attraktives Angebot erhalten

Bei Annahme der Initiative würde das Angebot der SRG viel kleiner und damit weniger attraktiv. In der Folge verlöre die SRG Publikum. Ihre Werbeeinnahmen würden sinken und Werbegelder ins Ausland abfliessen.

Schweizer Inhalte sichern

Die Initiative will das Angebot der SRG abbauen. Damit gingen viele Inhalte mit Bezug zur Schweiz verloren.

Medienkonsum könnte sich verteuern

Die Initiative verspricht Entlastung, kann aber zu Mehrkosten beim Publikum führen. Für Angebote von Sendern mit Bezahlabos und von Streaming-Diensten müsste es vermutlich zusätzlich bezahlen – etwa für Sportübertragungen, Serien und Filme.

Empfehlung von Bundesrat und Parlament

Aus all diesen Gründen empfehlen Bundesrat und Parlament, die Initiative abzulehnen. 


Nein
.

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